Ich sehe mich selbst als ambitionierten Hobbyfotografen. Schon seit Jahren beschäftige ich mich mit klassischer Natur- und Landschaftsfotografie, in den letzten Jahren jedoch verstärkt mit abstrakten Ansätzen, welche das menschliche Auge real so nicht wahrnimmt.

Im Gegensatz zur traditionellen Arbeit mit der Kamera, befreie ich mich bei der sogenannten „gestischen Fotografie“ von den klassischen Zwängen und gehe einen Dialog mit den Abläufen meiner Kameratechnik ein.

Licht, Strukturen, Farben und Formen werden miteinander vermischt, aber das eigentlich reale Motiv bleibt oft noch erkennbar. Die dabei entstehenden Bildergebnisse haben eine Wirkung als seien sie gemalt, die Konturen der Motive sind in Bewegung bzw. in Schwerelosigkeit aufgelöst.

Ich handhabe die Kamera aus lockerer Hand, ziehe, drehe und schwenke sie während des Belichtungs-vorgangs und lasse so eine völlig neue Bilderwelt entstehen, die das Auge fesselt. Indem ich die eigene Körperbewegung einfließen lasse, bringe ich den gefühlten Fluss des Lebens in die Fotografie ein.

Kenntnisse der unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten und deren fotografische Umsetzung sind hierbei für mich ebenfalls von großer Bedeutung.

Die Aufnahmen zeigen anschaulich, dass man sich nicht zwangsläufig an die Gesetzmäßigkeiten der Fotografie halten muss. Oftmals ist es erst das Experiment mit Kamera und Objektiv, welches abstrakte Bilder hervorbringt, die den Betrachter in den Bann ziehen, länger verweilen lassen oder zur Nachahmung animieren.